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Folsäure bei KinderwunschFolsäure schon bei Kinderwunsch

Folsäure ist ein Vitamin, mit dem die meisten Menschen unterversorgt sind. Davon bemerken sie so lange nichts, bis bei der Frau die frohe Botschaft einer Schwangerschaft ins Haus flattert. Doch dann kann es bei einem erheblichen Folsäuremangel schon zu spät sein, gegen diesen noch etwas zu unternehmen. Frauen mit Kinderwunsch wird deswegen empfohlen, bereits dann Folsäure einzunehmen, wenn sie gerade erst entschieden haben, es mit der Schwangerschaft zu versuchen. Warum das so ist, wie viel Folsäure sie brauchen und wie lange sie diese einnehmen müssen, erfahren Sie hier.

Folsäure: das Schwangerschaftsvitamin

Für ein heranwachsendes Baby ist Folsäure beinahe noch wichtiger als für einen Erwachsenen. In den ersten 12 Wochen nach der Befruchtung der Eizelle tut sich enorm viel im Bauch der Mutter. Der Embryo entwickelt ein eigenes Nervensystem, seine ersten Blutzellen entstehen und die inneren Organe formieren sich. Ein entscheidender Schritt ist der Verschluss des sogenannten Neuralrohrs, der maßgeblich durch Folsäure mitbestimmt wird. Passiert das nicht, wird das Baby mit einem offenen Rücken geboren, der Mediziner sagt dazu Spina bifida. Das Baby bräuchte sofort nach der Geburt ärztliche Hilfe und würde in den ersten Lebensjahren mehrere OPs durchmachen müssen. Weitere Neuralrohrfehlbildungen können zu ähnlich schweren Schäden führen. Deswegen ist es wichtig, dass das ungeborene Kind gerade in den ersten 12 Wochen der Schwangerschaft, aber auch darüber hinaus mit ausreichenden Mengen an Folsäure versorgt ist. Sie stammen in dieser Zeit aus den Depots der Mutter.

Folsäure ist wichtig für den Kinderwunsch

Fast kein Erwachsener schafft es, die empfohlene Tagesdosis von 400 µg Folsäure täglich einzunehmen. Deswegen tut es den meisten Frauen gut, wenn sie während der Kinderwunsch-Zeit bereits ein Ergänzungsmittel einnehmen. Sie sollten dabei ein Folsäure-Präparat auswählen, das explizit für Frauen mit Kinderwunsch gemacht ist. Es enthält sehr wahrscheinlich genau 400 µg, eventuell etwas mehr. Schädlich ist das nicht. Genau das gleiche Präparat kann dann auch ab dem 2. Trimester weiter eingenommen werden.

Folsäure und die Fruchtbarkeit

Leider gibt es keine Zusammenhänge zwischen der Fruchtbarkeit, dem weiblichen Zyklus und Folsäure. Obwohl es das Schwangerschaftsvitamin schlechthin ist, erhöht es nicht die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden. Dennoch darf auf Folsäure nicht verzichtet werden – die Risiken für das ungeborene Baby bei einem Mangel der Mutter sind zu hoch.

Veränderter Folsäurebedarf in der Schwangerschaft

Es ist davon auszugehen, dass die meisten erwachsenen Menschen an einem Folsäuremangel leiden. Daher wird Frauen mit Kinderwunsch pauschal empfohlen, bereits jetzt mit der Einnahme zu beginnen. Folgende Mengen an Folsäure sind pro Tag in den verschiedenen Abschnitten von Kinderwunsch bis zur Geburt erforderlich:

  • Erwachsene (auch Frauen mit Kinderwunsch): 400 µg pro Tag
  • Schwangere im 1. Trimester: 600 µg pro Tag
  • Schwangere im 1. Trimester, die bereits ein Kind mit offenem Rücken geboren haben: bis zu 4 mg pro Tag
  • Schwangere ab dem 2. Trimester: etwas mehr als 400 µg pro Tag
  • Frauen nach der Geburt: 400 µg pro Tag

Der Sonderfall: Frauen mit Spina bifida-Kindern

Frauen, deren ältere Kinder mit einem offenen Rücken auf die Welt gekommen sind, stellen einen Sonderfall dar. Bei ihnen verschreiben Ärzte gerne eine Dosis, die bis zu zehnmal so hoch sein kann wie bei einer normalen Schwangeren. Sie leiden definitiv an einen erheblichen Folsäuremangel und müssen deswegen bei weiteren Schwangerschaften rechtzeitig geschützt werden. Eine so hohe Dosis schadet ihnen nicht, sondern hilft vor allem bei der neuen Schwangerschaft dabei, erneute Neuralrohrdefekte zu verhindern. Meist nehmen sie nicht nur im ersten Trimester hoch dosierte Folsäure ein, sondern auch darüber hinaus nach individueller Verordnung des Arztes.

Die richtigen Folsäure-Tabletten für die Schwangerschaft

Wenn es geklappt hat mit der Schwangerschaft, wird sich erst einmal gebührend gefreut – und dann wird das Folsäure-Präparat gewechselt. Denn jetzt braucht die Frau keine 400 µg, sondern 600 µg pro Tag – mindestens. Am besten wird vorher aber der betreuende Gynäkologe um ein Blutbild gebeten, denn es kann auch sein, dass die Frau jetzt unter Jod- und Eisenmangel leidet. Für das erste Trimester gibt es gute Kombinationspräparate, die diese Stoffe in den richtigen Mengen für die ersten drei Monate enthalten. So lange werden sie eingenommen und dann sollte der Gynäkologe erneut konsultiert werden. Falls die Frau keine Mangelerscheinungen hat, dann reicht ein Monopräparat, das nur 600 µg Folsäure enthält. Dieses muss während der ersten drei Monate eingenommen werden. Danach darf es weiter genommen werden, es kann aber auch wieder das Präparat mit 400 µg verwendet werden.

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