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Folsäure Dosierung & Überdosierung in der Schwangerschaft

Ab wann sollte ich hoch dosierte Folsäure nehmen und für wie lange?

Wenn die Frau eine Schwangerschaft plant, sollte sie zuerst anhand eines Blutbildes den Eigenbedarf an Folsäure ermitteln.
Ärzte empfehlen Frauen mit Kinderwunsch bereits vier Wochen vor und acht Wochen nach der Konzeption die tägliche Folsäuredosis zu erhöhen. Grund dafür ist die Vorbeugung von Neuralrohrdefekten beim Embryo.

In den ersten drei Monaten der Schwangerschaft nimmt die Frau mindestens 600 und idealerweise 800 Mikrogramm Folat in Form von Folsäure-Tabletten ein, von denen es auch veganfreundliche Varianten wie Femibion 1 oder Folio forte gibt.
Außerdem sollte sie auf eine vitaminreiche Kost achten. Ab dem zweiten Drittel der Schwangerschaft, also der 13. Schwangerschaftswoche, kann das Folsäurepräparat abgesetzt werden. Wenn die Schwangere es bis zur Geburt weiter nehmen möchte, kann sie das aber ohne Probleme tun sollte jedoch auf ein niedriger dosiertes Präparat wie zum Beispiel Femibion 2 umstellen. In der Stillphase kann es sein, dass die Mutter wieder die Folsäureergänzung benötigt, um ihrem Kind über die Milch ausreichend Folsäure zuzuführen.
Schwanger Folsäure einzunehmen ist in jedem Fall wichtig, um die Entwicklung des Babys zu fördern. Und nicht vergessen: Folsäurepräparate sind kein Nahrungsmittelersatz. Die Frau sollte unbedingt weiterhin auf eine vitamin- und mineralstoffreiche Ernährung vor, während und nach der Schwangerschaft achten.

Braucht mein neu geborenes Baby auch Folsäure?

Folsäure bzw. Folat ist für das geborene Kind genauso wichtig wie in der Schwangerschaft. Während seiner Wachstumsphasen ändert sich der Bedarf. Säuglinge unter vier Monaten bekommen ihren Folsäureschub in der Regel über die Muttermilch (etwa 60 Mikrogramm pro Tag). Babies zwischen vier und zwölf Monaten erhalten 80 Mikrogramm pro Tag, die sie unter anderem immer noch mit der Muttermilch aufnehmen können.
Hier ist es wichtig, dass stillende Mütter sehr auf die eigene Ernährung achten und 600 Mikrogramm Folsäure täglich zu sich nehmen, unter Umständen mittels Folsäurepräparaten, von denen wir Ihnen vielseitige Kombiprodukte wie Femibion 2, Folio forte sowie einige jodfreie Produkte, darunter Taxofit Folsäure + Metafolin 800 Depot, vorstellen. Kindern ab vier Jahre benötigen 120 bis 140 Mikrogramm Folsäure. Sieben- bis Zehnjährigen empfehlen Ernährungsmediziner eine Tagesdosis von 300 Mikrogramm Folsäure.

Folsäure Dosierung: Was tun bei zu viel Folsäure in der Schwangerschaft?

Dosierung und Überdosierung von Folsäure

Da Folat nur in Spuren in unseren Lebensmitteln vorkommt und bei der Zubereitungsweise ohnehin oft zerkocht oder aufgelöst wird, ist bei gesunden Menschen eine Überdosierung an Folsäure über die Ernährung quasi unmöglich. Besonders im Frühstadium der Schwangerschaft wird ausdrücklich eine starke Erhöhung der Folsäureeinnahme empfohlen. Erneut schwanger gewordene Frauen, die bereits ein Kind mit einem Neuralrohrdefekt haben, erhalten von ihrem Arzt sogar die 10-fache Menge an Folsäure. Und selbst bei zu viel Folsäure über Nahrungsergänzungsmittel bleibt die Wahrscheinlichkeit einer dauerhaften Folsäure Überdosierung gering. Die Leber, in der unser größter Folsäuredepot liegt, kann nur kleine Mengen an Folsäure verarbeiten und nutzbar machen. Der Überschuss wird in den Blutkreislauf gelenkt und anschließend über die Nieren ausgeschieden. In seltenen Fällen der Überdosierung wird der Überschuss im Körper eingelagert und kann sich negativ auf die Gesundheit auswirken. Da aber eine Folsäure in der Schwangerschaft überdosiert höchst selten ist, sind vereinzelte Einlagerungen weder für Mutter noch für Kind schädlich.

Was aber bedeutet Folsäure Überdosierung konkret?

Eine Folsäure Überdosierung bedeutet, wenn eine erwachsene Person täglich bis zu 15 Milligramm Folsäure konsumiert. Um diese Tagesmenge zu erreichen, müsste der Betroffene allerdings gezielt überdosieren, das heißt, es darauf anlegen, eine Überdosis Folsäure zu bekommen. Zieht sich die Überdosis über Wochen, kommt es zu Magen-Darm-Störungen, Schlaflosigkeit und Nervosität bis hin zu allergischen Reaktionen. Darüber hinaus kann der Überschuss an Folsäure dazu führen, dass der Körper überstrapaziert reagiert und die Aufnahme von Vitamin B12 blockiert. Entsteht ein B12-Mangel, kann das auf lange Zeit zu neuronalen Schäden und sogar zu Lähmung führen.

Bei Epileptikern ist eine regelmäßige Folsäure Überdosierung gefährlich. Aufgrund von Wechselwirkungen mit den natürlichen Abfallstoffen der im Körper benutzten Folsäure, führen Anti-Epileptika und die Überdosis Folsäure zu unvorhergesehenen Folgen für den Probanden.